01. Mai - Wieder zur Hl. Messe

Ab heute sind im Erzbistum Köln und anderswo wieder Gottesdienste mit Beteiligung der Gemeinde möglich. Eine gute Nachricht, denn ohne das Brot vom Himmel, ohnen die Hl. Kommunion ist es schwer zu leben. Und der Glaube will gemeinsam gefeiert werden. Also wer kann, soll davon Gebrauch machen, auch wenn keiner dazu "verpflichtet ist", denn die Dispens von "Sonntagsgebot" bleibt bestehen und die Kranken oder die, die zur "Risiko-Gruppe" gehören, ohnehin nicht müssen und auch nicht sollten. Nehmen wir in unserem Gebet auch alle zur Messe mit, die weiterhin zu Hause bleiben müssen!  (GC)


29. April – Hilfe!

Herr, unser Gott, erhöre die Bitten deines Volkes und komm uns zu Hilfe.Du hast uns die Gnade des Glaubens geschenkt, gib uns durch die Auferstehung deines Sohnes auch Anteil am ewigen Leben.

 „Gott, komm mir zu Hilfe!“ So beten wir heute. Was heißt, Gott um Hilfe zu bitten? Wir können Vieles, aber wir können uns selbst und unserem Tun nicht den Sinn geben. Warum muss ich (bald wieder) in die Schule? Warum muss ich aufstehen? Und noch schlimmer warum müssen wir leiden, warum werden Menschen krank und sterben? Allein können wir keinen Sinn erkennen. Dafür brauchen wir den Herrn. Nicht nur, damit er uns bei dies oder jenem unterstützt, oder damit er uns zusätzliche Kraft in einer schwierigen Situation schenkt. Ohne Dich, lieber Jesus, kann ich nichts, ohne Dich, kann ich nichts Gutes hervorbringen, ohne Dich kann ich nicht gerecht sein: Bitte, komm mir zur Hilfe! (GC)

28. April - schuldlos

Herr, unser Gott, du öffnest dein Reich allen, die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind. Stärke in uns das Leben der Gnade, damit wir von Schuld frei bleibenund die Herrlichkeit erlangen, die du uns verheißen hast.

Es sind die Gebete, die ich am Meisten liebe: Wenn wir in der Tagesliturgie darum bitten, dass Gott uns helfe ohne Schuld zu leben. Es ist das Gebet des Morgens, denn am Abend wird eher um Vergebung gebetet. Ich brauche solche Bitten. Sie helfen mir, meinen Blick immer wieder weg von mir, von meinen Grenzen, von meinen Fähigkeiten auf Jesus selbst zu richten. Wenn wir was Gutes tun können, nur mit seiner Hilfe, wenn uns gelingen soll, das Böse zu vermeiden, nur mit seiner Unterstützung. Es ist daher nicht wichtig, wie viel und was wir leisten, sondern dass wir in Gemeinschaft mit Jesus bleiben. Und dies ist schon herrlich! (GC) 

27. April – Irrende

Gott, du bist unser Ziel, du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheitund führst sie auf den rechten Weg zurück. Gib allen, die sich Christen nennen,die Kraft zu meiden, was diesem Namen widerspricht, und zu tun, was unserem Glauben entspricht.

Stellt euch vor, wir wären nur auf das Licht angewiesen, das wir selbst erzeugen können. Vieles würde im Schatten unerkannt bleiben. Wenn aber unser Leben vom Licht Gottes überflutet wird, haben wir keine Ausrede, dass wir den Weg nicht finden können: „Herr, schenke uns die Kraft, in deinem Licht so zu leben, wie es unserem Glauben entspricht“ (GC)   

26. April – Tag der Auferstehung

Allmächtiger Gott, lass die österliche Freude in uns fortdauern, denn du hast deiner Kirche neue Lebenskraft geschenkt und die Würde unserer Gotteskindschaft in neuem Glanz erstrahlen lassen. Gib, dass wir den Tag der Auferstehung voll Zuversicht erwarten als einen Tag des Jubels und des Dankes.

Der Tag der Auferstehung ist der Tag des Todes. So versteht man auch die Bitte dieses Tages: Auf den Tag unseres Todes nicht mit Angst oder Verdrängung, sondern voll Zuversicht zu warten. Hier geht es um unsere Angst vor dem Tod. Wir brauchen keine Angst vor dieser Angst zu haben. Der Mensch, jeder Mensch, wünscht sich das Leben und auch wir Christen lieben das Leben und nicht den Tod. Nur Jesus kann uns diese Angst nehmen, weil Jesus auferstanden ist und den Tod, auch unseren Tod, besiegt hat. (GC) 

25. April – Mission

Heute ist das Fest des Evangelisten Markus. Sein Evangelium ist wahrscheinlich das erste, das geschrieben wurde. Nach der Tradition war er noch jung, als er Petrus kennen lernte und Christ wurde. Ich stelle mir deswegen einen jungen Mann vor, der so begeistert war von dem was er von Petrus hörte, dass er angefangen hat es niederzuschreiben und einen Bericht zu verfassen, den er so vielen wie möglich zur Verfügung stellen kann. Dies ist die Mission: der Wunsch, weiter zu geben, was uns begeistert. Markus war auch bei Missionsreisen unterwegs: Es reichte ihm nicht, einen „Bericht“ zu schreiben, er machte sich auf um den Menschen zu begegnen und ihnen von dem zu erzählen, was ist ihm wichtig geworden war. Und wir? Wie können wir mit den Menschen teilen, was unserem Leben Hoffnung und Freude schenkt? (GC)

24. April - Gehorchen 

Heiliger Gott, du hast deinen Sohnder Schmach des Kreuzes unterworfen, um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen. Gib uns die Gnade, dass auch wir deinem Willen gehorchen und einst in Herrlichkeit auferstehen.

Mit dem Gehorchen ist so eine Sache, eine sehr unangenehme Sache, für Kleine und Große. Und es passt überhaupt nicht zu unserer Zeit: Wir sind freie Bürger, selbstbestimmt und mit Rechten. Und doch: Wir lauschen auf die Worte der Bundeskanzlerin und des Ministerpräsidenten (oder auch der Schulleiterin oder des Schulleiters) und machen brav mit. Und gerade in so einer Krise, sind wir froh, dass jemand für uns entscheiden kann, und gehorchen gern. Gehorchen hat viel mit Hören, mit aufmerksamem Hören zu tun: Wer horcht, will richtig verstehen. Und es hat mit Gehören zu tun: Wer gehört, ist Teil einer Beziehung. Gott gehorchen, heißt eben das: Auf sein Wort zu hören und in der Beziehung zu ihm zu leben. Dass wir sein Wort verstehen und dass wir immer mit ihm verbunden bleiben, darum bitten wir heute. (GC) 

23. April – Fruchtbar sein

Barmherziger Gott, gib, dass die Gnade, die wir in der Feier der österlichen Geheimnisse empfangen haben, durch alle Tage unseres Lebens fruchtbar bleibt.

Fruchtbar sein: Jeder Mensch wünscht es sich, wünscht, dass das, was er tut, bleibt, dass es Fruchte bringt, für sich und für andere. Kinder haben große Träume, wie sie die Welt verändern könnten. Sie haben oft tolle Ideen, wie sie alles anders und besser machen könnten. Erwachsene stürzen sich in Familienleben und Arbeit, um etwas aufbauen zu können. Auch Gott möchte, dass seine Gnade in uns Früchte bringt. Es ist unsere Aufgabe sie zu empfangen, z.B. in den Sakramenten, wie die Hl. Kommunion oder die Beichte; sie reifen und Früchte bringen zu lassen, z.B. indem wir Gutes tun, uns für die Gerechtigkeit und die Liebe entscheiden. Wir müssen immer wieder neu aktiv werden: mit unserem Handeln und mit unserem Gebet. (GC)

22. April – Werke der Liebe

Allmächtiger Gott,in den österlichen Geheimnissen, die wir jedes Jahr feiern, hast du dem Menschen seine ursprüngliche Würde wieder geschenkt und uns die sichere Hoffnung gegeben,dass wir auferstehen werden. Gib, dass die Erlösung, die wir gläubig feiern, in täglichen Werken der Liebe

an uns sichtbar wird.

„Erlösung“ ist ein schwieriges Wort. Es ist auch Vergebung unserer Sünde, aber es meint viel mehr, als ob dadurch der Schmutz, der an uns haftete, weggewischt würde. Erlösung bedeutet, dass wir ein neues Geschöpf geworden sind. Und jetzt ist es noch schwieriger geworden. D.h., wir sind etwas Neues, das dem Bild von Menschen entspricht, das Gott bei der Schöpfung hatte.  Woran erkennt man diesen neuen Menschen? An den Werken der Liebe. Lieben setzt eine Beziehung voraus, bedeutet eine Öffnung für den anderen. Liebe ist eine freie Entscheidung für jemanden. Gott ist die Liebe und er hat sich für uns entschieden. Lieben heißt,  gewissermaßen wie Gott zu sein. Deswegen bitten wir um seine Gnade, um seine Hilfe, um seinen Geist, um „Werke der Liebe“ zu vollbringen. (GC) 

 

21. April - Sieg

Allmächtiger Gott, du hast uns in den österlichen Sakramenten das Unterpfand der kommenden Herrlichkeit gegeben. Hilf uns, den Sieg des Auferstandenen zu verkünden, und lass die Fülle seiner Herrlichkeit an uns offenbar werden, wenn er wiederkommt.

„Hilf uns, deinen Sieg zu verkündigen.“ Brauchen wir Hilfe, um so etwas Großartiges zu verkünden? Ja, die Erfahrung sagt uns, dass wir manchmal schwach sind und uns vor unserem Glauben schämen. So waren auch die Jünger am Anfang, bis sie den Heiligen Geist empfangen haben. Die Apostelgeschichte erzählt uns dann, wie sie mutig aufgetreten sind und verkündet haben, dass Jesus auferstanden ist. Aber wir brauchen seine Hilfe, auch weil wir den Auferstandenen verkünden sollen und nicht nur von ihm erzählen. Es ist ein bisschen wie in diesen Tagen von Corona: Nachrichten hören wir viele, aber wenn die Bundeskanzlerin, Laschet oder Söder auftreten, hört die halbe Nation gespannt zu. Wir verkünden, dass Jesus den Tod besiegt hat: ein solcher Sieg stellt auch den – hoffentlich baldigen – Sieg über Corona in den Schatten… (GC)

20. Aprile – Kinder

 

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. 

Gott hat sich für uns Menschen entschieden, er hat uns zu seinen Kindern gemacht. Er hätte uns wie alle anderen Tiere behandeln können. Stattdessen hat er uns zu seinen Kindern gemacht. Wir sind Kinder Gottes, nicht weil es uns zusteht, sondern weil Gott uns als seine Kinder angenommen hat und liebt. Wir beten heute darum, dass wir als Kinder Gottes leben können, d.h., dass wir so handeln, wie Gott es gefällt und Jesus es tun würde. Wofür? Damit wir zur vollen Freiheit gelangen und ihm für immer gehören können. (GC)

19. April – Wieder nichts gefangen

„Aber in dieser Nacht fingen sie nichts“. Immer wieder lesen wir solche Sätze im Evangelium, auch in den Osterberichten. Wie oft sind wir am Ende des Tages unzufrieden, weil wir den Eindruck haben, dass wir alles Mögliche gemacht haben, aber nicht das, was wir machen wollten. Aber, welchen Sinn haben unsere Tage? Wann sind unsere Tage fruchtbar? Wenn Jesus da ist, sind die Tage nützlich und bringen Frucht. So erleben es auch die Jünger: „Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.“

Wir wünschen uns, das ganze Leben zusammen  mit Jesus zu leben. (RA)

18. April - Wache über uns

Gnädiger Gott, in deiner übergroßen Liebe schenkst du der Kirche neues Wachstum. Wache über das Volk, das du dir erwählt hast, bewahre alle Getauften in deiner Gnade und bekleide sie einst mit dem Gewand der Unsterblichkeit.

Wache über uns! Ein wunderschönes Bild für Gott: der Wächter. Alle schlafen, aber einer wacht für die anderen, damit sie in Ruhe und Frieden schlafen können. Ein Kind schläft ruhig ein, wenn die Mutter oder der Vater neben ihm wacht. Es ist ein Bild, das Vertrauen voraussetzt, denn man muss dem Wächter vertrauen können. Und es ist ein Bild, das Liebe, Zuneigung und Zuwendung ausstrahlt. Der Wächter auf den Mauern der mittelalterlichen Stadt (wie der Polizeibeamte auf unseren Straßen heute) ist bereit, nicht nur auf den Schlaf zu verzichten, sondern auch sein Leben für seine Mitbürger einzusetzen, damit sie in Frieden leben können. Wache über uns, Herr! Lass nicht zu, dass wir uns von dir trennen, bewahr